Gedanken in Zeiten wie diesen - Lockdown thoughts

Kein Virus ist so stark wie der Virus in unserem Kopf. Wir lassen uns davon manipulieren, vergessen unsere Menschlichkeit und unseren Verstand. Wir reden uns ein, dass es auch gute Seiten gibt, und wir alle gestärkt da rausgehen. Wir ignorieren dabei die Geschichte der Menschheit, in der sich noch nie etwas verbessert hat. Wir reden uns ein, dass wir andere schützen und diskreditieren jeden, der Zweifel äußert. Wir schwimmen mit auf der Welle der Angst und merken nicht, dass es nicht unsere Worte sind, die wir gebetsartig wieder und wieder rausposaunen. Wir glauben jedem der gleiches spricht, ohne einen Beweis zu fordern. Wir fühlen uns in Sicherheit wenn wir unter “uns” sind und suchen nach Verrätern. Die Angst macht uns ohnmächtig. Wir betäuben dieses Gefühl indem wir uns ablenken. Wir machen aufmunternde Kunst, lustige Botschaften oder gemeinsame Musik. Wir versuchen nicht mehr hinzuhören um ein wenig “Normalität” in unsere vier Wände zu bringen. Dabei werden wir die Wahrheit nicht kennen lernen. Wir werden irgendwann spüren, dass wir falsch gehandelt haben. Dass wir nachgelaufen sind, ohne Grund und Verstand und nun im finsteren Wald alleine sind. Den Weg zurück werden wir nicht mehr finden auch wenn wir versucht haben Krümel auszustreuen. Wir haben jede Lichtung schon lange zerstört und neue Grenzen aufgebaut. Wir haben uns Regeln unterworfen, die keine Menschen mehr zulassen. Also leben wir weiter mit verbundenen Augen und lassen alles zu, was wir glauben nicht ändern zu können. Wir sind der Virus. Wir zerstören den Planeten, die Menschlichkeit, das Leben. Freiheit wird in Vergessenheit geraten, Kontrolle und Macht werden bleiben. Wofür sind wir bereit hier zu kämpfen:\

"Better to die fighting for freedom than be a prisoner all the days of your life."


logo_insel.png